kömmerling
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Japanische Gartenkunst    
                 
                                     
                 
   
Das wichtigste Gestaltungsprinzip der japanischen Gartenkunst ist es von der Natur zu lernen.
Ergänzend dazu wird die Natur im Garten neu interpretiert.

In Japan herrschende Naturgewalten (Taifune, Erdbeben) lassen in den Gärten das Wunschbild der Beherrschung der Natur entstehen. Aber zugleich spiegeln sie Ehrfurcht und Respekt wider.
Die ersten Gärten wurden im frühen sechsten bzw. siebten Jh. angelegt. Sie stellen Paradiesgärten mit religiösem Bezug dar.

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Utopische Bilder, die in die Gestaltung der mittelalterlichen Gärten der Zen-Tempel einflossen, hatten ihren Ursprung in chinesischen Vorbildern.

Der Garten als Raum wird mittels Einfriedungen definiert. Es wird eine Abgrenzung zur Umgebung geschaffen, die den Garten als eigenständiges Kunstwerk erscheinen lässt.

In der Gestaltung vermeidet man einen einzigen, dominierenden Blickpunkt, der außerdem Zentrum des Gartens ist.
Es wird als undynamisch und autoritär empfunden. Stattdessen werden Dreiecksformationen verwendet, die dem Garten optische Ausgewogenheit und Stabilität geben soll.
Wege sind selten geradlinig, da eine Zentralachse vermieden werden soll. Falls ein Weg doch gerade verläuft, wird der Blick durch Gestaltungselemente (Tor, Teehaus, Steinleuchte) gelenkt.

Jeder Garten besitzt seine eigene tiefere Bedeutung. Erreicht wird dies mit der jeweils gewählten Symbolik.
Oft sind es Anspielungen religiösen, philosophischen oder kulturellen Inhalts.